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Kirche, Moschee, Synagoge - ein religiöser Workshoptag in Wien

Am 26. Juni d. J. besuchten interessierte SchülerInnen der 1. bis 4. Jahrgänge der Abteilung Informatik gemeinsam mit den  katholischen Religionslehrern Robert Krendl und Marijan Orsolic Religionshäuser verschiedener Glaubensrichtungen in Wien.

 Bericht: Stefan Kohler (4BHIF)                                                             Fotos: Prof. Dr. Marijan Orsolic

 

 

 Zunächst verwendete Prof. Krendl die verbleibende Zeit in der Innenstadt für einen Rundgang, wo auf verschiedene Gotteshäuser, unter anderem auf den jüdischen Stadttempel in der Seitenstettengasse oder die Ruprechtskirche – sie ist die älteste noch in ihrer Grundsubstanz bestehende Kirche im Wiener Stadtgebiet – aufmerksam gemacht wurde.

Im Anschluss daran erhielten die SchülerInnen in der Pfarre St. Barbara einen Einblick in die ukrainisch-griechisch-katholische Kirche. Der Dekan beschrieb sehr ausführlich die Organisation und Struktur des griechisch-katholischen Glaubens und beschrieb Besonderheiten in der Architektur der Kirche in der Wiener Postgasse. Selbstverständlich wurden auch die zahlreichen Fragen der Schüler und ihrer Professoren beantwortet.

Nachdem an diesem Tag vor allem die monotheistischen Religionen besser kennengelernt werden sollten, durfte natürlich auch ein Besuch im Islamischen Zentrum in Floridsdorf nicht fehlen. Die dortige Moschee wurde bereits 1979 durch den damaligen Bundespräsidenten Rudolf Kirchschläger eröffnet und ist damit auch der erste Moscheebau in Österreich überhaupt. Darüber hinaus ist sie eine von nur vier Moscheen in Österreich mit einem Minarett. Das Minarett der Wiener Moschee ist 32 Meter hoch.

Nachdem wir Christentum und Islam schon näher kennengelernt hatten trafen wir uns mit dem liberalen Juden John Clark, der uns die Synagoge der Gemeinde „Or Chadasch“ näher vorstellte und dort interessante Informationen über das liberale Judentum erzählte. John Clark erklärte auch, dass in seiner Religion vieles durch die Tradition begründet ist und zeigte den SchülerInnen eine Schriftrolle aus dem Toraschrein. Auf dem Weg zur Synagoge sahen wir auch das „Mahnmal der vier weißen Säulen“ in der Tempelgasse. Es erinnert an den ehemals an dieser Stelle existierenden Tempel, der durch die Nationalsozialisten während der Reichspogromnacht auf den 10. November 1938 vollständig zerstört wurde.

Die Schüler konnten an diesem Tag im Rahmen des Workshop-Angebots der letzten Schulwoche allerhand neues über die religiöse Diversität in Österreich und insbesondere in Wien erfahren. Der Dank der Schüler gilt Robert Krendl und Marijan Orsolic für die Organisation des Tages!